Bist du auch so verzaubert von bunten Herbsblättern?
Ich bin jetzt schon ganz traurig bei dem Gedanken daran, dass die Bäume bald ganz kahl sein werden und wir monatelang auf frische Blätter warten müssen!
Aber es gibt Möglichkeiten, ein wenig vom Blätterzauber zu konservieren.
Blätter pressen: Sammle an einem trockenen Tag die schönsten Herbstblätter und lege sie in eine Pflanzenpresse oder zwischen (Küchen-) Tücher oder Zeitungspapier unter ein schweres Buch. Überprüfe deine Blätter nach ein paar Tagen und wechsel gegebenenfalls die Tücher aus, falls sie sich feucht anfühlen. Sind die Blätter komplett getrocknet und glatt, kannst du sie herausholen und damit basteln. Nachteil: die Blätter sind sehr zerbrechlich
Blätter mit Wachs überziehen: um die getrockneten Blätter etwas stabiler zu machen, kannst du sie aschließend mit Wachs überziehen. Dafür eignet sich Bienenwachs oder weißes Kerzenwachs (z.B. Sojawachs). Du kannst auch Kerzenreste benutzen. Zum Schmelzen des Wachses brauchst du ein Wasserbad auf dem Herd. Dafür füllst du einen kleinen Topf höchstens bis zur Hälfte mit Wasser und stellst ein (altes) Gefäß hinein (z.B. ein Marmeladenglas). In das Gefäß kommt dein Wachs in möglichst kleinen Stücken, sodass es bei mittlerer Temperatur schmelzen kann.
Ist das Wachs flüssig, kannst du ein Blatt am Stiel oder mit einer Zange/ Pinzette hinein tauchen. Hebe es heraus und lasse es abtropfen. Schwenke es vorsichtig hin und her bis das Wachs getrocknet ist. Tauche das Blatt nach Bedarf noch mehrmals ins Wachs und lasse es komplett auskühlen.
Die fertigen Blätter kannst du für eine Girlande, für einen Herbstkranz oder ähnliche Dekoration verwenden.
Nachteil: sie sind recht sperrig in der Lagerung, wenn du sie für das nächste Jahr aufbewahren möchtest.Blätter mit Glycerin konservieren: Um Farbe und Biegsamkeit deiner Blätter zu bewahren, kannst du sie für ca. fünf Tage in eine Glycerin-Wasser-Mischung einlegen. Verrühre in einem Gefäß, das groß genug ist für deine Blätter (Kiste, Auflaufform, Dose,…), einen Teil pflanzliches Glycerin mit zwei Teilen warmem Wasser. Lege deine gewaschenen Blätter hinein und beschwere die Blätter mit einem zweiten Gefäß, einem Teller oder einem anderen Gewicht, sodass alle Blätter von der Flüssigkeit bedeckt sind. Decke das Gefäß ab, um es vor Staub zu schützen. Nach etwa fünf Tagen, nimmst du die Blätter aus dem Glycerin und tupfst sie mit einem Handtuch ab. Damit sie beim Trocknen glatt bleiben, kannst du sie zwischen Zeitungspapier legen und mit einem Buch beschweren. Nach zwei bis drei Tagen sind sie fertig. Diese Blätter bleiben biegsam und du kannst sie für Girlanden, Karten oder andere Basteleien/ Dekorationen benutzen- und du kannst sie sogar auf Stoff aufnähen, besticken oder umhäkeln.
Das Glycerin kannst du durch ein Tuch abfiltern, in eine Flasche füllen und aufbewahren für das nächste Mal (es wird sich zunehmend braun färben durch die Blätter, das schadet aber nicht)!
Hier kannst du noch sehen, was ich bisher mit den Glycerin-Blättern gemacht habe:
Bei allen Möglichkeiten solltest du bedenken, dass die Blätter und vor allem ihre Farbe dennoch ein Naturprodukt sind und empfindlich bleiben. Bewahrst du sie trocken und außerhalb direkter Sonneneinstrahlung auf, kannst du lange Freude an ihnen haben.